Montag, 15. Dezember 2008

WALTZ WITH BASHIR

D/F/Il 2008 • Dokumentarfilm • 90 Min • OmdU • 35mm • R.: Ari Folman • Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon-Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. → 21.3.2009 um 19.00 Uhr

video
waltzwithbashir.com/

NEBEN DER SPUR


ab 2.1.2009
Erstaufführung • D 2007 • 100 Min. • Digital • R.: Detlef Bothe • D.: Axel Milberg, Tom Schilling •

Julie reist mit ihrem neuen Freund Marcel und seinem alten Porsche an den Chiemsee, um im Ferienhaus ihrer Künstlermutter Susan ein paar Tage zu verbringen. Ein verborgenes Thema rumort leise in Julie: sie kennt ihren Vater nicht, der angeblich verschollen bei Goa leben soll. Marcel indessen verheimlicht vor Julie seine Drogensucht. Die Situation spitzt sich zu, als Julie nach einem Streit wutentbrannt aus dem Auto steigt und per Anhalter weiterfährt. Die beiden geraten an ihre Grenzen, bis es schließlich um Leben und Tod geht.

FILM NOIR

USA 2006 • Animationsfilm • 97 Min. • Digital • Regie : D.Jud Jones + Risto Topalski • David Hudson ist also sein Name - viel mehr hat der smarte Typ nicht über seine Herkunft herausfinden können, seit er in den Hügeln von Hollywood neben einem toten Cop aufgewacht ist - ohne jegliche Erinnerung. Aber eins ist schnell klar - besonders beliebt scheint er nicht zu sein. Leichen, Drogen und schneller Sex begleiten Davids Suche nach der eigenen Identität.

Programm Januar 2009

Donnerstag, 27. November 2008

choices präsentiert FUTURE SHORTS

am 19.12.2008 um 20.30 Uhr

Im Weihnachtsmonat Dezember zeigen FUTURE SHORTS ein abwechslungsreiches Programm an Filmen aus Schweden, Holland, dem Vereinten Königreich, Belgien und Finnland. Mit dabei ist die wunderbare Musical-Erzählung LE TARTINE, das Musikvideo zu dem Smash-Hit WE ARE YOUR FRIENDS (Justice vs Simian), ein humorvolles Märchen über den Alltag von Simon Burrill und eine animierte Persiflage auf Ridley Scotts GLADIATOR – natürlich mit Russel Crowe!


http://www.futureshorts.de

KRABAT

ab 20.12.2008

KRABAT
D 2008 • 120 Min. • 35mm • R.: Marco Kreuzpaintner • D.: David Kross, Daniel Brühl, Paula Kalenberg

Von einer inneren Stimme geleitet, gerät der 14jährige Waisenjunge Krabat in den Wirren des 30jährigen Krieges an das Tor einer Mühle. Als ihm der Müller mit düsterer Miene die Pforten des Hauses öffnet, erwartet ihn dort bereits eine Runde schweigender Gestalten. Mit den Worten »Das ist Krabat. Wenn er die Probezeit besteht, wird er zu euch gehören« empfängt er den Neuankömmling, dem dieser Satz des Meisters wie eine Drohung in den Ohren klingt. Als Krabat nach einem Jahr zum Gesellen aufsteigt, kann er genau wie die anderen auch seine Zauberkräfte bei der schweren Arbeit einsetzen.

http://www.krabat-derfilm.de/

EAST/WEST – SEX & POLITICS

ab 18.12.2008

EAST/WEST – SEX & POLITICS
D/UdSSR 2007/2008 • Dokumentarfilm • 97 Min. • teilw. OmdU • Digital • R.: Jochen Hick • D.: Evgeniya Debryanskaya, Nikolai Alekseev, Sergei Sagaidak, Arman Sarkasyan, Aleksei Davydov

Auch wenn sich die Stadt vom Sozialismus losgeeist hat, ist Moskau doch noch nicht am westlich-demokratischen Ideal zu messen. Dies schlägt sich vor allem im Umgang der Bevölkerung mit Minderheiten nieder. EAST/WEST – SEX & POLITICS beschäftigt sich mit der schwul-lesbischen Szene in Moskau, und deren Kampf um Anerkennung. Obwohl bereits vor 15 Jahren unter Jelzin der Paragraph 121 abgeschafft wurde, der einvernehmliche sexuelle Handlungen unter gleichgeschlechtlichen Partnern verbot, ist man von Toleranz noch weit entfernt. Regisseur Jochen Hick zeigt eindrucksvoll und einfühlsam die politische Entwicklung und gewaltsamen Auseinander­setzung um eine kleine, aufmüpfige Szene, beispielhaft dargestellt an den Demonstrationen zum Christopher Street Day 2006 und 2007.

Damals wurde das Demonstrationsrecht kurzerhand von der Stadt außer Kraft gesetzt, und gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Christopher-Street-Aktivisten, religiösen und rechten Gruppierungen sowie der Polizei in Kauf genommen. Gleichzeitig kommen auch ruhigere Stimmen zu Wort, die manchmal auch melancholisch über die weltweiten CSD-Demos, Liberalisierungstendenzen in Russland und Überlebensstrategien in einer homophoben Gesellschaft sprechen.

YOUNG@HEART

ab 11.12.2008

YOUNG@HEART
USA 2007 • Dokumentarfilm • 108 Min. • OmdU • 35mm • R.: Stephen Walker

Musikliebhaber misst man nicht an Jahren, Musik ist eine Lebenseinstellung. Der Film zeigt uns, dass die Liebe für die Musik das Herz jung hält und die Seele frei macht. Stephen Walker hat mit YOUNG@HEART einen mitreißenden und bewegenden Dokumentarfilm geschaffen, der uns pure Lebensfreude im Alter zeigt, aber auch leidenschaftliches Für- und Miteinander. YOUNG@HEART ist das Portrait eines ungewöhnlichen Chores: Nicht nur sind dessen Mitglieder zwischen 75 und 92 Jahre alt; sie interpretieren auch noch Lieder aus 50 Jahren Punk, Rock und Soul und bringen damit die Stimmung in den Sälen zum Kochen. Unter anderem ausgezeichnet auf dem L.A. Film Festival.


http://www.youngatheart.senator.de/

HEIMATKUNDE

ab 8.12.2008D 2007 • Dokumentarfilm • 94 Min. • Digital • R.: SMAC • mit: Martin Sonneborn

Martin Sonneborn (Titanic) ist Parteivorsitzender – und vielleicht der erste Mensch, der an der Glienicker Brücke die Havel in Richtung Osten durchschwimmt, um in die ehemalige Zone zu gelangen. Sonneborn ist aber nicht auf der Flucht. Der Vorsitzende der Partei »Die Partei« hat einen ehrgeizigen Plan; 2009 will »Die Partei« die Bundestagswahl gewinnen. Erklärtes Ziel: Die endgültige Teilung Deutschlands! Ein Jahr vor der Bundestagswahl will sich der Politiker inkognito ein Bild von der Stimmung rund um die Hauptstadt machen. Sonneborn tauscht den grauen Parteianzug von C&A gegen eine unauffällige Wanderjacke und beginnt Berlin zu umwandern. 250 km Hauptstadtgrenze liegen vor ihm. Ziel seiner Feldforschung ist es, herauszufinden, ob sich 18 Jahre nach der Wende in der Peripherie neues Leben entwickelt hat und wie es aussieht.

Der erste Ostdeutsche, den Sonneborn trifft, liegt auf einer baufälligen Brücke über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze und ist nackt. Aus der nah gelegenen Siedlung dagegen sind die ehemaligen Zonenbewohner scheinbar spurlos verschwunden. Die westdeutschen Neusiedler kennen keinen einzigen Ostdeutschen und wissen von nichts...
Am 8.12.2008 ist Martin Sonneborn anwesend!

http://www.heimatkunde-der-film.de/

Mittwoch, 26. November 2008

something weird cinema

Filmhaus Kino Köln & Gebäude 9 präsentieren
something weird cinema

Psychotronisch, bewußtseinserweiternd, exploitativ, und jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

10.12.2008 um 21.30 h
POSSESSION
F/BRD 1981 • 127 Min. • OF • 35mm • R.: Andrzej Zulawski • D.: Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent

Mark und Anna haben sich nichts mehr zu sagen: Nach Marks Auslandsaufenthalt hat sich das junge Paar voneinander entfremdet. Während Anna die Situation mit erstaunlicher Gelassenheit hinnimmt, kann Mark die emotionale Kälte und Ungewissheit nicht ertragen und lässt seine Frau von einem Privatdetektiv beschatten. Der entdeckt ihr Geheimnis – zwei sehr unterschiedliche Liebhaber – und bezahlt dies mit dem Leben. Verstörendes Meisterwerk über das von Egoismus, sexueller Obsession und Schmerz geprägte Zerbrechen einer unmöglichen Beziehung. Abgründiges, ernsthaftes Beziehungsdrama oder spekulativer, erzwungen transgressiver Horrorschocker? In Deutschland kam der Film POSSESSION nie in die Kinos, in Cannes spaltete er das Publikum – trotz zahlreicher Nominierungen (u.a. Beste Schauspielerin für Isabelle Adjani und Beste Regie).


14.12.2008 um 15.00 h
BAD SEED
USA 1955 • 117 Min. • OF • 16mm • R.: Mervyn Le Roy • D.: Nancy Kelly, Patricia McCormack
Rhoda ist gerade mal acht Jahre alt und hat bereits zwei Morde begangen. Als auch noch ein kleiner Junge dran glauben muss, glaubt Rhodas Mutter Christine den Grund für die fatale Neigung ihrer Tochter zu erkennen – schließlich liegt der Hang zum Morden in der Familie. »Patty McCormack ist hervorragend als die hübsche, aber bösartige Rhoda. Ihre gerüschten Kleider, ihre verschlagene Höflichkeit und ihre bewundernswerten blonden Zöpfe maskieren nur ihre innere Monströsität«. (John McCarty)

17.12.2008 um 21.30 h
DER SATAN
USA 1970 • 89 Min. • DF • 35mm • R.: Bob Roberts
Der Weihnachtsfilm von »something weird cinema« und einer von unzähligen Exploitern, die sich jener berühmt-berüchtigten Person bedienen, die durch den Mord an Sharon Tate zu zweifelhaftem Ruhm gekommen ist: Charles Manson. Der Mann, der sich für die Verkörperung von Jesus und – abstruserweise – Satan höchstpersönlich hielt. Regisseur Bob Roberts geht bereits zwei Jahre nach den Morden nicht gerade zimperlich mit der Realität um die Legende um: Charlie und seine Killerhippies kiffen, widmen sich der freien Liebe, organisieren Sex-Parties für die Reichen Hollywoods, brettern auf ihren brandheißen Öfen herum und zeigen der amerikanischen Flagge den Stinkefinger! »Ein Machwerk, das den Mordfall Manson/Sharon Tate ausschlachtet und sich in anödenden Sex- und Blutszenen ohne jeden Hintergrund erschöpft. An so etwas wie Hintergrund – sei es nun psychologischer oder sozialkritischer Art – hat man nicht im entferntesten gedacht«. (film-dienst)

short cuts cologne 2008

Das Kölner Kurzfilmfestival short cuts cologne geht in die 11. Runde. Von über 2500 Einsendungen aus 75 Ländern haben wir die besten Kurzfilme ausgewählt, um sie im diesjährigen Festivalprogramm zeigen zu können. Völlig zu recht werden Kurzfilme von einer Erwartungshaltung begleitet, die sie von allen anderen Gattungen und Spielarten des Mediums unterscheidet. Sie sind innovativ, gewagt und oftmals unerhört anders. Kurzfilme lassen sich nicht in eine Schublade stecken und so kommt es, dass man eine überaus kreative Vielfalt im gesamten Kurzfilmspektrum findet. Neue Impulse werden gegeben, Grenzen überschritten und neue Ideen werden konsequenter zu Ende gedacht, weshalb man nach wie vor Entwicklungen, die in Kurzfilmen gemacht werden, in den folgenden Jahren in der gesamten Filmbranche wieder erkennt – sei es als Thema des Films, die eingesetzte Technik, die Darstellung oder sogar das Format.

Weil diese Innovationen ein weltweites Phänomen sind und sich nicht örtlich beschränken lassen, steht im Zentrum der short cuts cologne der internationale Wettbewerb. Die besten aller eingesendeten Filme des laufenden Jahres werden gezeigt und nicht nur von einer fachkundigen Jury beurteilt, sondern auch vom Publikum prämiert. Kontinuität findet man im Programm des Festivals durch einige alte Bekannte, wie zum Beispiel das »Belgien Spezial« oder die »shorts for kids«, in denen auch in diesem Jahr herausragende Kurzspielfilme, Dokumentationen, Experimentalfilme und Animationen zu sehen sein werden. Die »shorts for kids« wurden in Zusammenarbeit mit den Kölner Kinderfilmfestival »cinepänz« entwickelt. Auch der Länderschwerpunkt ist wieder dabei. Dieses Mal gilt es Portugal über seine filmische Seite zu entdecken. Die »erotic shorts« bieten in diesem Jahr für jeden Geschmack etwas: Es gibt ein schwules, ein lesbisches und ein hetero Programm.

Wir sind zuversichtlich, dass bei der Auswahl an unterschiedlichen Rollen und vielfältigen wie innovativen Kurzfilmen für jeden Kurzfilmfan etwas dabei ist und wir weitere Fans dazu gewinnen. Wir wünschen allen Zuschauern wundervolle Kinomomente.

Der Vorstand des Kölner Filmhauses e.V.
und Ihr Festivalteam

Short Cuts Cologne Festivalblog

Programm Dezember 2008



Das Kino Programm Dezember 2008 im Überblick.